unzulässiges Material (im Anwendungsbereich der RSA und ZTV-SA)  
     
 


Die ZTV-SA 97 leisten einen erheblichen Beitrag zur Qualitätssicherung im Bezug auf Gestaltung und Materialauswahl,

denn sie schreiben explizit TL- Material vor.

 

Dort wo sie nicht Vertragsbestandteil sind darf aber auch nicht jede beliebige Absperreinrichtung verwendet werden. Der Einsatz einiger Produkte verbietet sich schon allein durch die StVO bzw. RSA 95. Dies betrifft alle Arbeitsstellen egal ob Autobahn oder Dorfstraße.

 

Nicht jede hier als "unzulässig" bezeichnete Einrichtung ist damit automatisch als "verboten" zu werten. Es spielt bei der Beurteilung auch die Qualität, die Anwenderfreundlichkeit und der optische Gesamteindruck eine Rolle. Es geht aber nicht um "Baustellendesign", sondern um Elemente die technisch und optisch dem Stand der Technik entsprechen.

Selbstgebaute Konstrukte aus bemalten Holzlatten oder mit Beton ausgegossene Autofelgen zählen z.B. nicht dazu

 

Nicht zuletzt kann man über die Forderung "...müssen dem Stand der Technik entsprechen" jederzeit Probleme bekommen, wenn das Material nicht dem Stand der Technik entspricht. Das ist insbesondere dann von Bedeutung wenn es um die Untersuchung einen Unfalls z.B. mit Personenschaden geht und die verwendeten Einrichtungen nicht dem Stand der Technik entsprachen.

 

Ein Fußgänger, der über eine aus Holzlatten zusammen gezimmerte Kabelbrücke stolpert hätte dies vermutlich auch bei einer Kunststoffkabelbrücke getan, letztere entspricht aber dem Stand der Technik, die Holzkonstruktion jedoch nicht.

 


unzulässig: Absperrschranke mit schrägen Streifen / Schraffen
 

kein Absperrgerät gemäß StVO (und das schon seit 1999)

§ 53 StVO

(4) Die Zeichen 274, 278, 307, 314, 380, 385 und die bisherigen Absperrschranken mit schrägen Schraffen behalten die Bedeutung, die sie nach der vor dem 1. Oktober 1988 geltenden Fassung dieser Verordnung hatten, bis längstens zum 31. Dezember 1998.

Und auch in der damaligen RSA 1986 war diese Ausführung schon nicht mehr als offizielles Absperrgerät enthalten:

RSA 1986
"Schranken mit schrägen Schraffen können während einer Übergangsfrist weiter verwendet werden"
 

 
       
 

unzulässig: Kurvenleittafel als Querabsperrung
 

RSA 95 - 3.1.1 Absperrschranken
"(5) Richtungstafeln in Kurven (Z 625) dürfen in der Regel nicht als Ersatz für Absperrschranken eingesetzt werden"


Die Kurvenleittafel ist zudem kein Absperrgerät gemäß StVO.
Sie kann in Einzellfällen sinnvoll eingesetzt werden, aber nicht anstelle einer Absperrschranke.

 
       
 

unzulässig: Stahlkonstruktionen
 
kein Absperrgerät gemäß StVO  
       
 

unzulässig: Holzkonstruktionen
 
kein Absperrgerät gemäß StVO  
       
 

unzulässig: Scherengitter
 
kein Absperrgerät gemäß StVO  
       
 

unzulässig: Montage von Warnleuchten vor der Absperrschranke
 

Die Warnleuchten verdecken die Absperrschranke

RSA 95 3.2.2 Warnleuchten
(1) Wird eine Verkehrsfläche (z.B. ganze Fahrbahn, ein Fahrstreifen) in einer Fahrtrichtung völlig gesperrt (Vollsperrung) - also auch Anliegerverkehr beispielsweise nicht zugelassen - so sind mindestens fünf Warnleuchten (rotes Dauerlicht) auf, jedoch nicht vor der Absperrschranke bzw. den Leitbaken anzubringen. Der Abstand der Warnleuchten untereinander darf nicht mehr als 1 m betragen.

 

 
       
 



unzulässig: Neptunhaken und Stangen ohne Schutzkappen
 

Unfallgefahr durch Einschlageisen

Warnbänder dürfen nicht zur Sicherung von Aufgrabungen
egal welcher Art und Aushubtiefe verwendet werden

 
       
 

unzulässig: Warnband im Fahrbahnbereich z.B. zwischen Leitbaken
 

RSA 95 3.2.4 Warnbänder              
(1) Rot-weiße Bänder (Warnbänder) dürfen nur an innerörtlichen Arbeitsstellen als zusätzliches Element der optischen Führung und Kennzeichnung verwendet und nur außerhalb von Fahrbahnen angebracht werden:

 
       
 
unzulässig: "Blechbaken" (Alu-Flachschild Z 605)
 

- keine passive Sicherheit
- Schaftrohr verdeckt das Bakenblatt
- entspricht nicht dem Stand der Technik


ZTV-SA 97
5.4 Absperrgeräte
(2) Leitbaken und Warnbaken müssen den "Technischen Lieferbedingungen für Leitbaken" entsprechen.

 
       
 

unzulässig: Stahlkonstruktionen
 
   
       
 

unzulässig: Stahl - Betonkonstruktionen / Autofelgen
 
   
       
 

unzulässig: Betonteile, Rasengittersteine usw. statt Fußplatten
 
   
       
 

unzulässig: zusätzliche Bauzaunfüße oder Steine statt Fußplatten
 
   
       
 

unzulässig : nicht stapelbare Fußplatten im Fußplattenrahmen
 
   
       
 
unzulässig: Schnellaufsteller
 

folgende Forderungen können nicht erfüllt werden:

- Standsicherheit
- Mindestaufstellhöhe 0,60m bzw. 1,50m (außerorts)
- Mindestaufstellhöhe 1,5m bzw. 2,00 / 2,20m (innerorts)
- Aufstellung außerhalb der Fahrbahn (außerorts / Böschung)
- Seitenabstand 1,5m (außerorts / Böschung)

 
       
 
unzulässig: Klappbare Schilderständer
 

folgende Forderungen können nicht erfüllt werden:

- Aufstellvorrichtungen dürfen maximal 25cm
  in den Verkehrsbereich ragen (Stolpergefahr)
- Standsicherheit
- Mindestaufstellhöhe 1,5m bzw. 2,00 / 2,20m (innerorts)
- Aufstellung außerhalb der Fahrbahn (außerorts / Böschung)
- Seitenabstand 1,5m (außerorts / Böschung)

 
       
 

unzulässig: Schilder an Einschlageisen oder Leitbaken
 

folgende Forderungen können nicht erfüllt werden:

- wackelfrei und verdrehsicher
- Mindestaufstellhöhe 1,5m bzw. 2,00 / 2,20m (innerorts)
- Aufstellung außerhalb der Fahrbahn (außerorts / Böschung)
- Seitenabstand 1,5m (außerorts / Böschung)

 
       
 
unzulässig: Faltsignale / Triopane / Faltdreiecke
 

folgende Forderungen können nicht erfüllt werden:

- Ausführung nach anerkannten Gütebedingungen (RAL)
- Standsicherheit
- Mindestaufstellhöhe 0,60m bzw. 1,50m (außerorts)
- Mindestaufstellhöhe 1,5m bzw. 2,00 / 2,20m (innerorts)
- Aufstellung außerhalb der Fahrbahn (außerorts / Böschung)
- Seitenabstand 1,5m (außerorts / Böschung)

 


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