Aufstellvorrichtungen      
         
 


Vorbemerkung, Aufstellhöhen von Verkehrszeichen
 

Die folgenden Maße beziehen sich auf den Abstand von der Schildunterkante zur Aufstellfläche und verstehen sich als Mindestwerte die stets einzuhalten sind:

Mindest - Aufstellhöhen von Verkehrszeichen
(Unterkante Schild)


1,50m
- in Bereichen außerhalb von Geh- und Radwegen,
  z.B. Grünstreifen, Bankette, Parkstreifen usw.
- außerorts bei mehrstreifigen Straßen

 
2,00m
- Außerhalb der Fahrbahn und über Gehwegen
  bzw. in Bereichen in denen sich üblicherweise Fußgänger bewegen


2,20m
- über Radwegen bzw. in Bereichen in denen sich üblicherweise Radfahrer   
  bewegen, also auch Fahrradstraßen usw.

Mit nur einer Fußplatte ist die geforderte

Standsicherheit in der Regel nicht gewährleistet

 

 

Die RSA sehen außerdem eine mögliche Höhe von 60cm für Arbeitstellen außerorts vor, jedoch nur bei zweistreifigen Straßen sowie bei Arbeitsstellen von kürzerer Dauer und bei Vermessungsarbeiten.
Aufgrund der Verschmutzungsgefahr und einem möglichen "Übersehen" derart niedrig angebrachter Verkehrszeichen ist diese Aufstellhöhe jedoch nur bedingt geeignet.

 

Stellt man Verkehrszeichen unter Beachtung der geforderten Höhen auf, so muss man sich zwangsläufig Gedanken über eine vernünftige Aufstellvorrichtung machen. Bindedraht und Holzlatten scheiden in diesem Zusammenhang aus.

 


Aufstellvorrichtungen
 

Eine Aufstellvorrichtung besteht im einfachsten Fall aus Fußplatten und einem Schaftrohr, an dem mit Klemmschellen Schilder befestigt werden können.

 

Ein wesentliches Merkmal einer Aufstellvorrichtung ist die Standsicherheit.
Daher darf ein Verkehrszeichen egal welcher Größe z.B. bei einem Sturm erst dann umfallen, wenn eine festgelegte Windlast überschritten wurde:

  • innerorts:    0,25kN/m²

  • außerorts:   0,42kN/m²

Wann diese Windlast erreicht ist, hängt neben den Windverhältnissen von der Fläche des Verkehrszeichens und dessen Aufstellhöhe ab.

 

Aus diesem Grund wurde die K- Klassifizierung eingeführt, welche die jeweilige Standsicherheitsklasse definiert. Dieses System sorgt aber in der Praxis immer noch für Missverständnisse.

 

So deuten viele die K- Klassen als die Anzahl der Fußplatten die für ein Schild notwendig sind, dem ist aber nicht so.

Wann die jeweilige Standsicherheitsklasse erreicht ist liegt neben dem aufgebrachten Gewicht auch maßgeblich an der Art und Ausführung der Aufstellvorrichtung. So gibt es Fußplattenträger, die schon mit zwei Fußplatten die Standsicherheitsklasse K6 erreichen.

 

Ein wichtiges Merkmal ist die Länge des Fußplattenträgers, denn dieser wirkt der Hebelwirkung des Schaftrohres entgegen. Je länger die Aufstellfläche ist, umso bessere Ergebnisse werden erzielt.


Eine Reduzierung der Standsicherheit tritt schon dann auf, wenn eine Fußplatte quer anstatt längs zur Verkehrsrichtung benutzt wird. In dieser Weise aufgestellte Schilder fallen bei Sturm wesentlich schneller um.

 

Das ist insbesondere bei vorab aufgestellter (weg gedrehter) Beschilderung ein Problem. Auch diese Schilder müssen standsicher sein, z.B. vorübergehend deaktivierte Umleitungsbeschilderung.







erheblich reduzierte Standsicherheit
durch falsch verwendete Fußplatten
(auch bei deaktivierter Beschilderung)

 


Unabhängig davon werfen die Tabellen der ZTV-SA an einigen Stellen Zweifel auf.

So ist innerorts für ein Rechteck der Größe 2 (600x900mm) bei einer Aufstellhöhe von 2m die Klasse 3 erforderlich, während das Umleitungsschild Zeichen 455 (ebenfalls 600x900mm) mit der Klasse K2 auskommt.

In der Tabelle "außerorts" wird für die Verkehrslenkungstafel Zeichen 500 (1250x1600mm) die Klasse 2xK9 angegeben.
Ein Dreieck nebst einzeiligem Zusatzzeichen der Größe 3 auf einer gemeinsamen Trägertafel wird jedoch in die Klasse K9 eingeteilt, obwohl die Trägertafel die gleiche Größe hat (siehe Bild)

    1250x1600mm = K9               1250x1600mm = 2xK9
Eine Schildgröße = zwei Standsicherheitsklassen ?

Es ist bei Zweifeln also sinnvoll die Aufstellvorrichtung gesondert zu rechnen, bzw. rechnen zu lassen.

 


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